Phase 2 - Vom Konzept zur Marktreife

Zu einem Gebilde aufgeschichtete Bauklötzchen

In Phase 2 wird die Durchführung eines ein- bis zweijährigen Innovationsprojekts gefördert. Am Ende von Phase 2 soll als Projektergebnis ein marktreifes Produkt, Verfahren oder eine Dienstleistung stehen.

Der EIC Accelerator Pilot fördert in Phase 2 Innovationsprojekte, die für die antragstellenden Unternehmen mit einem großen Potenzial zur Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit verbunden sind. Dieses Potenzial muss im Projektantrag durch einen strategischen Businessplan und einen ersten Kommerzialisierungsplan belegt werden.

Im Rahmen des Projekts werden Innovationsaktivitäten gefördert, wie beispielsweise Demonstrationsmaßnahmen, die Durchführung von Tests, Prototyping, Pilotierung, Skalierung und Miniaturisierung, Design sowie weitere Maßnahmen, die die Entwicklung von der Idee bis zur Markteinführung vorbereiten.

Gefördert wird die Weiterentwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen ab dem Technologiereifegrad (TRL 6) (Demonstration unter Einsatzbedingungen).  Ziel von Phase 2 ist die Umsetzung des Innovationsprojekts sowie ein weiter ausgearbeiteter Businessplan mit einer detaillierten Kommerzialisierungsstrategie (inklusive Finanzplan) für die neu entwickelte  Idee (Produkt, Verfahren, Dienstleistung).

Die Förderquote beträgt 70 % aller projektbezogenen förderfähigen Kosten, die im Rahmen des Innovationsprojekts generiert werden. Der Richtwert für die Förderung pro Maßnahme liegt zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt nach den gängigen Zahlungsmodalitäten von Horizont 2020.

Ab dem Stichtag 9. Oktober 2019 besteht zudem die Option der Mischfinanzierung. In diesem Fall kann die Zuwendung mit einer Beteiligungskapitalkomponente von bis zu 15 Millionen Euro aufgestockt werden. Sehr marktnahe Aktivitäten ab dem Technologiereifegrad (TRL 9 - Nachweis des erfolgreichen Einsatzes) können nur über die Beteiligungskapitalkomponente finanziert werden.

Die Laufzeit der Projekte sollte zwischen 12 und 24 Monaten betragen.

Der Kern des Antrags umfasst 30 Seiten und beinhaltet einen überarbeiteten Businessplan. Der Antrag folgt einer vorgegebenen Vorlage. Zusätzlich steht potenziellen Antragstellern ein sogenanntes "Annotated Template" für den EIC Accelerator Pilot (KMU-Instrument) zur Verfügung. Es bezieht sich auf eine ältere Version der Antragsvorlage, bietet Antragstellern dennoch zusätzliche Unterstützung mit Tipps und Tricks zur Antragstellung. Eine aktualisierte Version des "Annotated Template" wird voraussichtlich im Januar 2020 veröffentlicht. Der Antrag kann ausschließlich über den jeweiligen Aufruf (Call) im Funding & Tenders Portal eingereicht werden. Nach der Einreichung (Submission) können Anträge bis zum jeweiligen Stichtag beliebig oft überarbeitet werden. Die Begutachtung eines eingereichten Antrags findet erst nach dem jeweiligen Stichtag statt. Wiedereinreichungen abgelehnter Anträge zu einem nächsten Stichtag sind möglich. Voraussetzung ist, dass der offizielle Ablehnungsbescheid vorliegt.

Die Zeit zwischen Stichtag und Projektstart ("time to grant") beträgt etwa sechs Monate. Begleitet wird Phase 2 durch Coaching- und Unterstützungsmaßnahmen von bis zu zwölf Tagen.

Die Grafik bildet in einem Zeitstrahl die Phasen vom Stichtag zum Projektstart in Phase 2 im Jahr 2018 ab. Nach den Stichtagen am zehnten Januar, vierzehnten März, dreiundzwanzigstem Mai und zehnten Oktober vergehen etwa vier Wochen bis die Begutachtung abgeschlossen ist und die Einladung zum Interview erfolgt. Das Interview findet ungefähr eine Woche später statt. Nach einer weiteren Woche sind die Projekte ausgewählt und zirka vier bis fünf Wochen danach erfolgt der Start des Projekts.

KMU können nach Abschluss der Phase 2 von Unterstützungsaktivitäten durch die Business Acceleration Services profitieren, welche sie für die Kommerzialisierung vorbereiten.