Phase 2 - Vom Konzept zur Marktreife

Zu einem Gebilde aufgeschichtete Bauklötzchen

Im EIC Accelerator wird die Durchführung eines ein- bis zweijährigen Innovationsprojekts gefördert. Am Ende soll als Projektergebnis ein marktreifes Produkt, Verfahren oder eine Dienstleistung stehen.

Der EIC Accelerator Pilot fördert risikoreiche Innovationsprojekte, die für die antragstellenden Unternehmen mit einem großen Potenzial zur Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit verbunden sind. Dieses Potenzial muss im Projektantrag durch einen strategischen Businessplan und einen ersten Kommerzialisierungsplan belegt werden.

Im Rahmen des Projekts werden Innovationsaktivitäten gefördert, wie beispielsweise Demonstrationsmaßnahmen, die Durchführung von Tests, Prototyping, Pilotierung, Skalierung und Miniaturisierung, Design sowie weitere Maßnahmen, die die Entwicklung von der Idee bis zur Markteinführung vorbereiten. Des Weiteren müssen Aktivitäten, die zur Etablierung des Produktes im Markt geplant sind, im Antrag dargestellt werden.

Um sich für den Accelerator bewerben zu können, muss zum Zeitpunkt der Antragseinreichung TRL 5 abgeschlossen sein und Aktivitäten zur Erreichung von TRL 6 (Demonstrator) müssen bereits laufen. Gefördert wird die Weiterentwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen ab dem Technologiereifegrad (TRL 6) (Demonstration unter Einsatzbedingungen) bis zum TRL 9.  Ziel des Accelerators ist die Umsetzung des Innovationsprojekts sowie ein weiter ausgearbeiteter Businessplan mit einer detaillierten Kommerzialisierungsstrategie (inklusive Finanzplan) für die neu entwickelte Idee (Produkt, Verfahren, Dienstleistung).

Die Förderquote beträgt 70 % aller projektbezogenen förderfähigen Kosten, die im Rahmen des Innovationsprojekts generiert werden. Der Richtwert für die Förderung pro Maßnahme liegt zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt nach den gängigen Zahlungsmodalitäten von Horizont 2020. Optional ist die Mischfinanzierungsoption wählbar, bei der neben der nicht-rückzahlbaren Zuwendung durch den EIC Fund noch Beteiligungskapital von bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wird.

Sehr marktnahe Aktivitäten ab dem Technologiereifegrad (TRL 9 - Nachweis des erfolgreichen Einsatzes) können nur über die Beteiligungskapitalkomponente finanziert werden. Falls das Unternehmen kein Beteiligungskapital beantragen möchte, muss es im Antrag glaubhaft darstellen, dass es in der Lage ist das Kapital aus anderen Quellen zu akquirieren.

Die Laufzeit der Projekte sollte zwischen 12 und 24 Monaten betragen. Im Falle einer Beteiligungsfinanzierung durch den EIC Fund beträgt der Zeitraum 7 bis 10 Jahre.

Der Kern des Antrags umfasst 30 Seiten und beinhaltet einen überarbeiteten Businessplan. Der Antrag folgt einer Vorlage. Zusätzlich steht potenziellen Antragstellern ein sogenanntes "Annotated Template" für den EIC Accelerator Pilot (KMU-Instrument) zur Verfügung. Es bezieht sich auf eine ältere Version der Antragsvorlage, bietet Antragstellern dennoch zusätzliche Unterstützung mit Tipps und Tricks zur Antragstellung. Eine aktualisierte Version des "Annotated Template" wird voraussichtlich im Januar 2020 veröffentlicht. Der Antrag kann ausschließlich über den jeweiligen Aufruf (Call) im Funding & Tenders Portal eingereicht werden. Nach der Einreichung (Submission) können Anträge bis zum jeweiligen Stichtag beliebig oft überarbeitet werden. Die Begutachtung eines eingereichten Antrags findet erst nach dem jeweiligen Stichtag statt. Wiedereinreichungen abgelehnter Anträge zu einem nächsten Stichtag sind möglich. Voraussetzung ist, dass der offizielle Ablehnungsbescheid vorliegt.

Die Zeit zwischen Stichtag und Projektstart ("time to grant") beträgt etwa sechs Monate. Begleitet wird Phase 2 durch Coaching- und Unterstützungsmaßnahmen von bis zu zwölf Tagen.
 

KMU können nach Abschluss der Phase 2 von Unterstützungsaktivitäten durch die Business Acceleration Services profitieren, welche sie für die Kommerzialisierung vorbereiten.