FAQ EIC Accelerator Pilot

Viele bunte Zettel, auf denen in schwarzer Schrift ein Fragezeichen abgebildet ist.

Die Teilnahmebedingungen sind in den Rechtstexten von Horizont 2020 geregelt. Darüber hinaus gibt es viele Fragen, deren Antworten wir hier für Sie zusammengestellt haben.

Aktualisierte Version vom 15.05.2019

Das KMU- Instrument wird 2019 durch den EIC-Accelerator-Piloten abgelöst, eine Bewerbung für die Phase 1 ist nur noch bis zum 5. September 2019 möglich. Die Teilnahmebedingungen sind in den Rechtstexten von Horizont 2020 geregelt. Darüber hinaus gibt es viele Fragen, deren Antworten wir hier für Sie zusammengestellt haben. 
 

  1. Was unterscheidet den EIC Piloten vom erweiterten EIC Piloten?

Durch den EIC-Piloten wurden die wichtigsten EU-Instrumente zur Innovationsförderung vereint. Dazu gehören neben dem KMU-Instrument Fast Track to Innovation, Future and Emerging Technologies und die Horizon-Preise, um marktschaffende Innovationen zu unterstützen. Seit März 2019 ist das Arbeitsprogramm 2018 - 2020 zum "erweiterten EIC-Piloten" veröffentlicht. Darin gibt es einige wesentliche Änderungen im Vergleich zur Vorversion, die insbesondere das in den EIC-Accelerator-Piloten umbenannte KMU-Instrument betreffen.

  1. Wann können Anträge für Phase 1 und Phase 2 eingereicht werden?

Das Antragsverfahren ist offen. Anträge können gemäß Arbeitsprogramm jederzeit eingereicht werden. Nach dem jeweiligen Stichtag werden alle Anträge begutachtet. Alle Anträge, die den Schwellenwert erreichen, werden im jeweiligen Themenbereich anhand der Punktzahl sortiert.

  1. Welche Stichtage sind für 2019 und 2020 vorgesehen?
  • Phase 1:
    13.02.2019, 07.05.2019, 05.09.2019
  • Phase 2:
    09.01.2019, 03.04.2019, 05.06.2019, 09.10.2019 (ab dann nur noch Einzelförderung zulässig),
    08.01.2020, 18.03.2020, 19.05.2020, 07.10.2020

Alle Angaben sind ohne Gewähr und können sich gegebenenfalls ändern. Bitte überprüfen Sie die Termine im Funding & Tenders Portal.

  1. Bis wann können Anträge eingereicht werden?

Anträge können bis zum Stichtag (i. d. R. bis 17:00 Uhr CET) eingereicht werden. Vor der Einreichung (Submission) können Anträge bis zum jeweiligen Stichtag beliebig oft überarbeitet und ins Funding & Tenders Portal "hochgeladen" werden. Die Version, die am Stichtag um 17:00 Uhr CET im Funding & Tenders Portal vorliegt, wird evaluiert.

  1. Werden alle positiv begutachteten Anträge gefördert?

Nein. Alle Anträge, die den Schwellenwert erreichen, werden anhand der Punktzahl sortiert. Für die besten Anträge der Phase 2 schließt sich nach der ersten "remote"-Evaluierungsrunde noch eine zweite, mit persönlichen Interviews in Brüssel an. Wie viele der positiv evaluierten Anträge letztlich gefördert werden können, hängt von dem verfügbaren Budget ab.

  1. Wer wird zum persönlichen Interview nach Brüssel eingeladen?

Theoretisch können Vertreter aller Anträge der Phase 2, die über dem Schwellenwert von 13 Punkten liegen, eingeladen werden. Da aber die Fördermittel limitiert sind, werden nur doppelt so viele Antragsteller von Projektvorschlägen eingeladen, wie Fördermittel für diesen Stichtag vorhanden sind. Die Einladung erfolgt gemäß Rangliste der "remote"-Evaluierung in absteigender Reihenfolge.

  1. Wann erfahre ich, ob ich zum Vor-Ort-Interview eingeladen werde?

Die Einladung zu einem persönlichen Interview nach Brüssel erfolgt direkt nach der Erstellung der Rangliste ("remote"-Evaluierung). Die Eingeladenen haben etwa 9 - 13 Tage Zeit, sich auf das Interview vorzubereiten.

  1. Wie läuft das Interview ab?

Bis zu drei Personen aus dem Konsortium dürfen teilnehmen. Berater sind ausgeschlossen. Die Jury besteht in der Regel aus fünf Expertinnen und Experten, wobei ein "Lead"-Experte zuvor die anderen vier informiert. Die Jury wird das bzw. die beteiligten KMU in den drei Hauptkriterien bewerten: Implementation (Team, Ressourcen, Planung), Exzellenz (Innovation, technische Machbarkeit) und Impact (Businessplan, Launch-Strategie). Hauptaugenmerkt wird auf dem Team und seiner Kompetenz liegen, ein Produkt erfolgreich an den Markt zu bringen.

  1. Was müssen wir für das Interview vorbereiten?

Sie werden ein sogenanntes "Pitching Deck" zur Verfügung gestellt bekommen – also eine Präsentationsvorlage, auf deren Basis Sie Ihre Präsentation vorbereiten. Das ausgefüllte Pitching Deck muss der EASME bereits zwei Tage nach Erhalt der Einladung zum Vor-Ort-Interview vorgelegt werden.

  1. Wie lange dauert das Interview?

10 Minuten Vortrag, 20 Minuten Fragerunde durch die fünf Expertinnen und Experten.

  1. Wie viele Projekte werden nach dem Interview gefördert?

Die Erfolgsquote liegt bei maximal 50 %. Die Anzahl der geförderten Projekte hängt von den zur Verfügung stehenden Fördermitteln pro Stichtag ab.

  1. Gibt es thematische Interview Panels?

Ja, es gibt Panels für sechs verschiedene Themen.

  1. Welche Termine sind 2019 für die Interviews vorgesehen?

Die Daten der Interviews in Brüssel im Jahr 2019 sind: 11. - 15. Februar, 13. - 17. Mai,, 8. - 12. Juli und 11. - 15. November (ohne Gewähr).

  1. Müssen die zwei Phasen nacheinander durchlaufen werden?

Bei Vorarbeit vergleichbar mit den Ergebnissen von Phase 1 ist auch ein direkter Einstieg in Phase 2 möglich. Die Förderung für Phase 1 wird nur noch bis zum Stichtag vom 5. September möglich sein. Danach besteht nur noch die Option eines direkten Einstiegs in die die Phase 2.

  1. Wann ist eine Bewerbung für die Phase 2 des KMU-Instruments möglich?

Nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Phase 1 kann ein Antrag für die Phase 2 des KMU-Instruments frühestens dann eingereicht werden, wenn das antragstellende Unternehmen seinen Abschlussbericht für die Phase 1 eingereicht hat. Antragstellende, die bereits im Rahmen eines Phase-1-Projekts gefördert wurden, sind verpflichtet, ihren Schlussbericht (Machbarkeitsstudie) als Anhang zum Antrag hochzuladen. Im Anhang ist die Registrierungsnummer (ARES-Nummer rechts oben auf dem Deckblatt) anzugeben. Bei Vorarbeit vergleichbar mit den Ergebnissen von Phase 1 ist auch ein direkter Einstieg in Phase 2 möglich. Die Bewerbung für die Phase 1 entfällt ab dem 6. September 2019.

  1. Ist eine Wiedereinreichung von abgelehnten Anträgen möglich?

Ja, eine Wiedereinreichung von abgelehnten Phase -1- und Phase-2-Anträgen ist möglich. Voraussetzung für eine Wiedereinreichung ist aber, dass die offizielle Ablehnung vorliegt.

  1. Welche Organisationstypen sind antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind ausschließlich gewinnorientierte kleine und mittlere Unternehmen, welche die KMU-Kriterien der Europäischen Union erfüllen und ihren Sitz in den EU-Mitgliedstaaten oder in einem der an Horizont 2020 assoziierten Länder haben. KMU aus Drittstaaten könnten nur als Unterauftragnehmer beteiligt werden.

  1. Können neu gegründete Unternehmen am EIC-Accelerator-Piloten teilnehmen?

Ja, die Antragstellung für Start-ups ist möglich. Sie müssen jedoch im Antrag deutlich machen, welche Kapazitäten sie haben, eine innovative Lösung an den Markt zu bringen. Bei Start-ups werden gegebenenfalls die Berichtszeiträume zur Auszahlung der Gelder verkürzt und / oder die Vorabzahlung kann niedriger ausfallen.

  1. Ist es möglich, bereits im Funding & Tenders Portal eingereichte Anträge zum EIC-Accelerator-Piloten zu überarbeiten?

Ja. Nach der Einreichung (Submission) können Anträge bis zum jeweiligen Stichtag beliebig oft überarbeitet werden.

  1. Kann ich mehrere Anträge gleichzeitig stellen?

Nein, zur selben Zeit ist nur eine Bewerbung oder eine Projektdurchführung in Phase 1 und 2 des EIC-Accelerator-Piloten möglich. Ein Antrag für Phase 2 kann unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss der Phase 1 gestellt werden. Bewerbungen für andere Instrumente von Horizont 2020 (z. B. Verbundforschungsprojekte) und die Durchführung von Projekten in anderen Instrumenten von Horizont 2020 sind hingegen parallel möglich.

  1. Wann werden die Antragsteller über die Förderentscheidung informiert und wann kann ein Projekt frühestens beginnen?
  • Phase 1: Die Förderentscheidung wird ca. 4 Wochen nach dem Stichtag mitgeteilt, das unterzeichnete "Grant Agreement" (Finanzhilfevereinbarung zwischen der Europäischen Kommission und dem Antragsteller) soll den erfolgreichen Antragstellern einen Monat nach Benachrichtigung über die Förderentscheidung vorliegen, so dass das Projekt spätestens 3 Monate nach dem jeweiligen Stichtag starten kann.
  • Phase 2: Die Förderentscheidung wird ca. 6 Wochen nach dem Stichtag mitgeteilt, das unterzeichnete Grant Agreement soll den erfolgreichen Antragstellern zwei Monate nach Benachrichtigung über die Förderentscheidung vorliegen, so dass das Projekt spätestens sechs Monate nach dem jeweiligen Stichtag starten kann.
  1. Gibt es spezielle Formulare für Businesspläne?

Nein. Die Fragen zum Businessplan sind in die Antragsformulare des EIC-Accelerator-Piloten für Phase 1 und Phase 2 integriert.

  1. Wie weit fortgeschritten sollte das Geschäftsmodell des antragstellenden Unternehmens in der Antragsphase sein?
  • Phase 1: Der Antrag muss einen ersten Businessplan enthalten, aus dem unter anderem das zugrundeliegende Geschäftsmodell hervorgeht. Außerdem muss der Antrag ein überzeugendes Konzept enthalten, wie der Businessplan in Phase 1 vervollständigt werden soll.
  • Phase 2: Für die Antragstellung werden eine Machbarkeitsanalyse und ein ausgereifter Businessplan (inklusive eines Kommerzialisierungsplanes) vorausgesetzt, dessen Ausarbeitung entweder im Rahmen eines Projektes der Phase 1 gefördert wurde oder anderweitig erfolgte.
  1. Was ist mit Operational Capacity gemeint?

Im Implementations-Teil sowie in Part B.4 des Antrags müssen die Antragsteller überzeugend darstellen, dass sie über die nötigen personellen Ressourcen und die Infrastruktur verfügen, das Projekt erfolgreich umzusetzen.

  1. Was benötige ich, um die Operational Capacity darzustellen?

Neben der textlichen Darstellung im Implementations-Teil des Antrags sollten in Part B.4 folgende Informationen aufgeführt werden: Kurzer Lebenslauf / Profil der beteiligten Personen, kurze Beschreibung bereits verkaufter Produkte, vorherige relevante Projekte, relevantes technisches Equipment, signifikante Infrastrukturen sowie jede weitere Organisation ("Dritte"), die in irgendeiner Weise - zum Beispiel als Unterauftragnehmer - zum Projekterfolg beitragen wird.

  1. Was ist mit Mentoring gemeint?

Erfolgreiche CEOs - zunächst von KMU aus geförderten Phase-2-Projekten - sollen anderen erfolgreichen Antragstellern als Mentoren mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen.

  1. Wie komme ich an einen Mentor?

Über die EIC Community Platform werden Mentoren und Mentees zusammengebracht.

  1. Was ist mit Coaching gemeint?

Darunter versteht man Beratung, die auf die Verbesserung des Managements des KMU abzielt. KMU mit einem Phase-1-Projekt können bis zu 3 freie Coaching-Tage in Anspruch nehmen, KMU mit einem Phase-2-Projekt bis zu 12 Tage.

  1. Wie komme ich an einen Coach?

Erfolgreiche Antragstellerinnen und Antragsteller erhalten von dem Enterprise Europen Network vor Ort bis zu drei Vorschläge für einen Coach. Der Coach hat sich zuvor in einer Datenbank der Europäischen Kommission registriert.

  1. Ist das Coaching verpflichtend?

Nicht offiziell. Es wird jedoch KMU dringend geraten, das Coaching-Angebot anzunehmen.

  1. An wen richten sich die Business Acceleration Services und welche Unterstützungsmaßnahmen bieten sie an?

Die Business Acceleration Services richten sich an KMU, die an einem laufenden oder kürzlich abgeschlossenen Projekt beteiligt sind bzw. waren. Sie bieten den Firmen Unterstützungsmaßnahmen zur Erleichterung des Markteintritts an. Die Maßnahmen umfassen eine Reihe kostenfreier Angebote in Form von Schulungen, Kontakten zu Investoren, Vernetzung mit anderen durch den EIC geförderten KMU oder größeren Firmen sowie Programme für die Teilnahme an ausländischen Messen.

  1. Woraus besteht eine Mischfinanzierung (Blended Financing)?

Ab dem Stichtag 9. Oktober 2019 besteht neben der Förderung durch eine Zuwendung zusätzlich die Option der Mischfinanzierung. In diesem Fall kann die Zuwendung mit einer Beteiligungskapitalkomponente von bis zu 15 Millionen Euro aufgestockt werden, die für sehr marktnahe Aktivitäten ab dem Technologiereifegrad (TRL9-Nachweis des erfolgreichen Einsatzes) vorgesehen ist.

  1. Ist eine Antragstellung ohne Partner möglich?

Ab dem 9. Oktober 2019 kann nur noch eine Einzelförderung beantragt  werden. Letzter Stichtag für eine Verbundförderung ist der 5. Juni 2019.

  1. Sind Konsortien antragsberechtigt?

Die Einbeziehung weiterer Projektpartner ist bis zum Stichtag am 5. Juni 2019 möglich, sofern die Partner ebenfalls gewinnorientierte KMU aus der EU oder aus zu Horizont 2020 assoziierten Staaten sind. Oftmals ist es sinnvoll oder auch notwendig, fehlende Kompetenz durch weitere Partner oder Unteraufträge zu ergänzen. Unteraufträge können auch von Nicht-KMU übernommen werden.

  1. Kann ein Konsortium ausschließlich aus deutschen Partnern bestehen?

Dies ist zulässig, sofern die europäische Dimension gegeben ist und das Konsortium das Potenzial mitbringt, sich erfolgreich auf europäischen oder globalen Märkten zu positionieren. Ab dem Stichtag 5. Juni 2019 entfällt die Möglichkeit zur Verbundförderung.

  1. Ist die Kooperation als Projektpartner mit einem verbundenen Unternehmen (KMU) zulässig?

Die Kooperation mit einem verbundenen Unternehmen aus dem In- oder Ausland ist bis zum Stichtag 5. Juni 2019 formal zulässig. In beiden Fällen sollte die europäische Dimension jedoch überzeugend dargestellt werden können.

  1. Können miteinander verbundene Unternehmen im selben Call einen eigenen Antrag einreichen?

Ja, Mutter- und Tochterunternehmen können im selben Call einen eigenen Antrag einreichen, sofern sie die KMU-Kriterien erfüllen.

  1. Können Unterauftragnehmer am EIC-Accelerator-Piloten beteiligt werden?

Die Beteiligung von anderen Organisationstypen ist als Unterauftragnehmer möglich, sofern sie gut begründet ist, z. B. wenn das antragstellende KMU für rechtliche Aspekte auf externes Know-how angewiesen ist. Unterauftragnehmer können in mehr als einem Konsortium vertreten sein. Hinsichtlich des Anteils am Budget ist für Unteraufträge keine Begrenzung nach oben festgelegt. Unteraufträge müssen plausibel erscheinen, die Kosten angemessen sein und ihre Finanzierung (zu 30&nbps;% aus Eigenmitteln des KMU) mit der Bonität und den Kapazitäten des antragstellenden KMU vereinbar sein. Interessenskonflikte sind auszuschließen und die Auswahl der Unterauftragnehmer mit dem besten Preis-Qualitäts-Verhältnis ist sicherzustellen und darzulegen. In Phase 2 sind schlecht begründete Unteraufträge oder nicht plausible Preis-Leistungsverhältnisse ein Ausschluss-Kriterium.

  1. Kann der Unterauftragnehmer bereits im Vorfeld feststehen?
  • Phase 1: Ja, das ist zulässig. Da das Budget für Phase 1 fix ist, werden jedoch keine Kosten hierfür veranschlagt.
  • Phase 2: Ja, das ist zulässig, sofern angemessene Kosten veranschlagt sind. Ob die Kosten angemessen sind, liegt im Ermessen der Gutachter. Sofern die Gutachter die Kosten akzeptieren, gelten sie als genehmigt. Falls die Unterauftragnehmer noch nicht feststehen, müssen nach den unternehmensüblichen Grundsätzen Angebote eingeholt werden. Das dafür veranschlagte Budget muss ebenfalls angemessen sein.
  1. Wie und in welchem Umfang wird ein Projekt der Phase 1 gefördert?

In Phase 1 wird eine Machbarkeits-oder Durchführbarkeitsstudie pauschal (als lump sum) mit 50.000 Euro gefördert. Die geplanten Arbeiten müssen mit den erstattungsfähigen Gesamtkosten in Höhe von 71.429 Euro korrespondieren. Eine detaillierte Kostenaufschlüsselung ist nicht notwendig. Zur Höhe der Auszahlungen s. u.

  1. Sind Versuche zur Absicherung des Businessplans / Marktrecherche / Kundenbefragungen und Kundenbesuche / Messebesuche im Rahmen der Phase 1 förderfähig?

Alle genannten Tätigkeiten sind förderfähig, sofern sie gut begründet sind und innerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens liegen.

  1. Wie erfolgt die Auszahlung für ein Projekt?
  • Phase 1: Die Auszahlung erfolgt real in zwei Schritten: 17.500 Euro als Vorauszahlung (40 % der lump sum minus 5 % der gesamten Förderung für den Garantiefonds). Die restlichen 32.500 Euro (inklusive Geld aus dem Garantiefonds) werden nach Projektende (Abschluss und Vorlage der Machbarkeitsstudie) und Vorlage des Abschlussberichtes ausgezahlt.
  • Phase 2: Die Summe der Vorfinanzierung und der Zwischenzahlungen beträgt maximal 90 % der Gesamtfördersumme. Die Zwischenzahlungen werden innerhalb von 90 Tagen nach Eingang der Zwischenberichte ausgezahlt. Wie hoch die Vorfinanzierung und Zwischenzahlung ausfällt und wie häufig Zwischenzahlungen vorgenommen werden, hängt von der jeweiligen wirtschaftlichen Situation des KMU ab und ist im "Grant Agreement" (Finanzhilfevereinbarung) geregelt.
  1. Welche Fördersumme kann mindestens / höchstens für Phase 2 beantragt werden?

Für die Förderung können zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro beantragt werden. Bei den genannten Beträgen handelt es sich um amtliche Richtwerte. Sofern dies im Projektkontext plausibel begründet wird, ist eine Unter- oder Überschreitung möglich.

  1. Wie hoch ist die Förderquote?

Die Förderquote beträgt 70 % der erstattungsfähigen direkten Kosten und der 25 %-Pauschale für indirekte Kosten. Damit erhält man für einen erstattungsfähigen Euro an Ausgaben eine Förderung von bis zu 87,5 Cent.

  1. Welche Kosten sind für Projekte der Phase 2 erstattungsfähig?

Analog zu den Beteiligungsregeln von Horizont 2020 sind direkte Kosten erstattungsfähig. Zu den direkten Kosten zählen Personalkosten, Reisekosten sowie Kosten für andere Güter und Verbrauchsmaterialien. Zusätzlich wird auf die direkten Kosten eine Pauschale von 25 % zur Abdeckung indirekter Kosten aufgeschlagen, ohne dass für diese ein weiterer Kostennachweis erforderlich ist. Außerdem werden die Kosten für Unteraufträge (Subcontracting) und andere Kosten (z. B. eingekaufte Ressourcen von Dritten) zu 70 % erstattet, allerdings fallen diese nicht unter die Pauschale.

  1. Ist es möglich, für den Eigenanteil weitere EU-Fördermittel zu beantragen?

Nein. Den Eigenanteil im Umfang von 30 % der Gesamtkosten muss das antragstellende Unternehmen aus seinem Umsatz oder anderen Finanzquellen, wie z. B. Eigenkapital oder privaten Investitionen aufbringen. Eine Doppelförderung mit EU-Geldern ist ausgeschlossen. Komplementäre nationale oder regionale Fördermittel sind zulässig.

  1. Gibt es thematische Vorgaben?

Das KMU-Instrument ist themenoffen, sofern die innovativen Lösungen zivilen Zwecken dienen und aus dem nicht-atomaren Bereich kommen.

  1. Sind Marketingkosten förderfähig?

Kosten für die Kommunikation mit potenziellen Investoren oder Kunden sowie für die Verbreitung von Ergebnissen sind nur dann förderfähig, wenn diese Aktivitäten für die Projektdurchführung erforderlich sind. Dies trifft nicht auf Aktivitäten zu, die auf die reine Vermarktung der Produkte abzielen. Da die EU Marketingmaßnahmen nicht fördern darf, sind Aktivitäten, die auf eine reine Produktvermarktung abzielen, nicht zuwendungsfähig. Im Antrag sollten Sie daher eine alternative Formulierung verwenden und konkret beschreiben, was Sie im Einzelnen zur Vorbereitung der Markteinführung planen. Folgende Formulierungen sind beispielsweise möglich: "fine-tuning of a commercial strategy, in-depth market research and analysis and other specific activities that are of a strategic nature (for instance refinement of a business model) and communication and interaction activities with potential investors or customers, or dissemination of milestone achievements during the project". Hieraus können Sie eine für Sie passende Formulierung auswählen oder eine ähnliche Formulierung verwenden.

  1. Was unterscheidet den EIC-Accelerator-Piloten von Eurostars?

Im Unterschied zum EIC-Accelerator-Piloten richtet sich Eurostars primär an forschungstreibende KMU (eigene Definition) und fördert Kooperationsprojekte mit mindestens zwei Partnern aus zwei verschiedenen Ländern. Die Beteiligung von nicht-forschungstreibenden KMU, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Großunternehmen - letztere in Deutschland nur komplett eigenfinanziert - ist möglich. Während der EIC Accelerator Pilot auf Innovation (bis zur Marktumsetzung - Technology Readiness Level (TRL) 9) abzielt, ist Eurostars auf die experimentelle Entwicklung (bis zum Abschluss der Demonstratorentwicklung - TRL 6) ausgerichtet. Das Förderprogramm Eurostars beruht auf einer gemeinsamen Initiative von EUREKA und der Europäischen Kommission; die Förderung erfolgt daher national. Für Antragsteller aus Deutschland kommen, neben den allgemeinen Teilnahmevoraussetzungen von Eurostars, die Förderregularien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Tragen.

  1. Welche technischen Voraussetzungen müssen zum Projektbeginn  der Phase 2 erfüllt sein?

Vorausgesetzt wird, dass die Antragsteller bereits zum Projektbeginn einen funktionsfähigen Demonstrator entwickelt haben, der in einem Umfeld ähnlich des tatsächlichen Umfelds funktioniert .
Dies entspricht dem technologischen Reifegrad (TRL) 6.

  1. Welche Berichtspflichten bestehen?
  • Phase 1: Ein Abschlussbericht muss vorgelegt werden.
  • Phase 2: Es müssen regelmäßig Zwischenberichte finanzieller und inhaltlicher Art vorgelegt werden. In der Regel betragen die Berichtszeiträume ein Jahr, so dass für kurze Projekte nur ein Abschlussbericht zu Projektende erforderlich sein kann. Bei Start-ups mit geringerer Liquidität können die Berichtszeiträume verkürzt werden.
  1. Gibt es für den EIC-Accelerator-Piloten spezielle Vertragsmuster?

Für die Phase 1 und Phase 2 gibt es jeweils Finanzhilfevereinbarungen, also ein eigenes "Annotated Specific SME Instrument Phase 1 / Phase 2 Grant Agreement".