FAQ EIC Accelerator Pilot

Viele bunte Zettel, auf denen in schwarzer Schrift ein Fragezeichen abgebildet ist.

Die Teilnahmebedingungen sind in den Rechtstexten von Horizont 2020 geregelt. Darüber hinaus gibt es viele Fragen, deren Antworten wir hier für Sie zusammengestellt haben.

Aktualisierte Version vom 24.07.2019

Das KMU-Instrument wurde 2019 durch den EIC Accelerator Pilot abgelöst, eine Bewerbung für die Phase 1 ist nur noch bis zum 5. September 2019 möglich. Die Teilnahmebedingungen sind in den Rechtstexten von Horizont 2020 geregelt. Darüber hinaus gibt es viele Fragen, deren Antworten wir hier für Sie zusammengestellt haben. 
 

  1. Was unterscheidet den EIC Piloten vom erweiterten EIC Piloten?

Durch den EIC Piloten wurden die wichtigsten EU-Instrumente zur Innovationsförderung vereint. Dazu gehören neben dem Accelerator (ehemals KMU-Instrument) Fast Track to Innovation, Future and Emerging Technologies und die Horizon-Preise, um marktschaffende Innovationen zu unterstützen. Seit März 2019 ist das Arbeitsprogramm 2018 - 2020 zum "erweiterten EIC Piloten" veröffentlicht. Darin gibt es einige wesentliche Änderungen im Vergleich zur Vorversion, die insbesondere das in den EIC Accelerator Piloten umbenannte KMU-Instrument betreffen.

  1. Wann können Anträge für Phase 1 und Phase 2 eingereicht werden?

Das Antragsverfahren ist offen. Anträge können gemäß Arbeitsprogramm jederzeit eingereicht werden. Nach dem jeweiligen Stichtag werden alle Anträge begutachtet. Alle Anträge, die den Schwellenwert erreichen, werden im jeweiligen Themenbereich anhand der Punktzahl sortiert. Phase 1-Anträge können letztmalig bis zum 5. September 2019 eingereicht werden.

  1. Welche Stichtage sind für 2019 und 2020 vorgesehen?
  • Phase 1:
    13.02.2019, 07.05.2019, 05.09.2019 (letzter Stichtag)
  • Accelerator:
    09.01.2019, 03.04.2019, 05.06.2019, 09.10.2019 (ab dann nur noch Einzelförderung zulässig),
    08.01.2020, 18.03.2020, 19.05.2020, 07.10.2020

Alle Angaben sind ohne Gewähr und können sich gegebenenfalls ändern. Bitte überprüfen Sie die Termine im Funding & Tenders Portal.

  1. Bis wann können Anträge eingereicht werden?

Anträge können bis zum Stichtag (i. d. R. bis 17:00 Uhr CET) ausnahmslos elektronisch eingereicht werden. Vor der Einreichung (Submission) können Anträge bis zum jeweiligen Stichtag beliebig oft überarbeitet und ins Funding & Tenders Portal "hochgeladen" werden. Die Version, die am Stichtag um 17:00 Uhr CET im Funding & Tenders Portal vorliegt, wird evaluiert.

  1. Werden alle positiv begutachteten Anträge gefördert?

Nein. Alle Anträge, die den Schwellenwert erreichen, werden anhand der erreichten Punktzahl sortiert. Für die besten Anträge des Accelerators schließt sich nach der ersten "remote"-Evaluierungsrunde noch eine zweite mit persönlichen Interviews in Brüssel an. Wie viele der positiv evaluierten Anträge letztlich gefördert werden können, hängt von dem verfügbaren Budget ab.

  1. Wer wird zum persönlichen Interview nach Brüssel eingeladen?

Theoretisch können Vertreter aller Anträge des Accelerators, die über dem Schwellenwert von 13 Punkten liegen, eingeladen werden. Da aber die Fördermittel limitiert sind, werden nur doppelt so viele Antragsteller von Projektvorschlägen eingeladen, wie Fördermittel für diesen Stichtag vorhanden sind. Die Einladung erfolgt gemäß Rangliste der "remote"-Evaluierung in absteigender Reihenfolge.

  1. Wann erfahre ich, ob ich zum Vor-Ort-Interview eingeladen werde?

Die Einladung zu einem persönlichen Interview nach Brüssel erfolgt direkt nach der Erstellung der Rangliste ("remote"-Evaluierung). Die Eingeladenen haben etwa 9 - 13 Tage Zeit, sich auf das Interview vorzubereiten.

  1. Wie läuft das Interview ab?

Bis zu drei Personen aus dem Konsortium dürfen teilnehmen. Berater und Mitarbeiter, die nicht fest angestellt sind, sind von dern Teilnahme ausgeschlossen. Die Jury besteht in der Regel aus fünf Expertinnen und Experten, wobei ein "Lead"-Experte zuvor die anderen vier informiert. Die Jury wird das antragstellende KMU in den drei Hauptkriterien bewerten: Implementation (Team, Ressourcen, Planung), Exzellenz (Innovation, technische Machbarkeit) und Impact (Businessplan, Launch-Strategie). Hauptaugenmerkt wird auf dem Team und seiner Kompetenz liegen, ein Produkt erfolgreich an den Markt zu bringen. Falls das KMU ebenfalls Beteiligungskapital erhalten möchte, wird die Q&A-Runde um Fragen dazu erweitert.

  1. Was müssen wir für das Interview vorbereiten?

Es gibt ein sogenanntes "Pitching Deck", welches Sie bei der Antragseinreichung ausfüllen und zusammen mit dem Antrag einreichen müssen. Es handelt sich um eine Präsentationsvorlage, auf deren Basis Sie Ihre Präsentation für das Pitch Interview vorbereiten.

  1. Wie lange dauert das Interview?

10 Minuten Vortrag, 20 Minuten Fragerunde (bei Mischfinanzierung 30 Minuten) durch die fünf Expertinnen und Experten.

  1. Wie viele Projekte werden nach dem Interview gefördert?

Die Erfolgsquote liegt bei maximal 50 %. Die Anzahl der geförderten Projekte hängt von den zur Verfügung stehenden Fördermitteln pro Stichtag ab.

  1. Gibt es thematische Interview Panels?

Ja, es gibt Panels für sechs verschiedene Themen.

  1. Welche Termine sind 2019 für die Interviews vorgesehen?

Verbleibende Daten für 2019 in Brüssel: 11. - 15. November;
Daten für 2020: 17. - 21. Februar, 4. - 8. Mai, 29. Juni - 3. Juli, 16. - 20. November (ohne Gewähr).

  1. Wann ist eine Bewerbung für den Accelerator für ehemalige Phase 1-Geförderte möglich?

Nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Phase 1 kann ein Antrag für den Accelerator frühestens dann eingereicht werden, wenn das antragstellende Unternehmen seinen Abschlussbericht für die Phase 1 eingereicht hat. Antragstellende, die bereits im Rahmen eines Phase-1-Projekts gefördert wurden, sind verpflichtet, ihren Schlussbericht (Machbarkeitsstudie) als Anhang zum Antrag hochzuladen. Im Anhang ist die Registrierungsnummer (ARES-Nummer rechts oben auf dem Deckblatt) anzugeben. Bei Vorarbeit vergleichbar mit den Ergebnissen von Phase 1 ist auch ein direkter Einstieg in den Accelerator möglich. Die Bewerbung für die Phase 1 entfällt ab dem 6. September 2019.

  1. Ist eine Wiedereinreichung von abgelehnten Anträgen möglich?

Ja, eine Wiedereinreichung von abgelehnten Anträgen ist möglich. Voraussetzung für eine Wiedereinreichung ist, dass die offizielle Ablehnung vorliegt.

  1. Welche Organisationstypen sind antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind ausschließlich einzelantragstellende, gewinnorientierte KMU, welche die KMU-Kriterien der Europäischen Union erfüllen und ihren Sitz in den EU-Mitgliedstaaten oder in einem an Horizont 2020 assoziierten Land haben. Partner aus Drittstaaten könnten nur als Unterauftragnehmer beteiligt werden.

  1. Können neu gegründete Unternehmen am EIC Accelerator Piloten teilnehmen?

Ja, die Antragstellung für Start-ups ist möglich. Sie müssen jedoch im Antrag deutlich machen, welche Kapazitäten sie haben, eine innovative Lösung an den Markt zu bringen. Bei Start-ups werden gegebenenfalls die Berichtszeiträume zur Auszahlung der Gelder verkürzt und / oder die Vorabzahlung kann niedriger ausfallen.

  1. Ist es möglich, bereits im Funding & Tenders Portal eingereichte Anträge zum EIC Accelerator Piloten zu überarbeiten?

Ja. Nach der Einreichung (Submission) können Anträge bis zum jeweiligen Stichtag beliebig oft überarbeitet werden.

  1. Kann ich mehrere Anträge gleichzeitig stellen?

Nein, zur selben Zeit ist nur eine Bewerbung oder eine Projektdurchführung im EIC Accelerator Piloten möglich. Bewerbungen für andere Instrumente von Horizont 2020 (z. B. Verbundforschungsprojekte wie FTI) und die Durchführung von Projekten in anderen Instrumenten von Horizont 2020 sind hingegen parallel möglich.

  1. Wann werden die Antragsteller über die Förderentscheidung informiert und wann kann ein Projekt frühestens beginnen?

Die Förderentscheidung wird ca. 6 Wochen nach dem Stichtag mitgeteilt, das unterzeichnete Grant Agreement soll den erfolgreichen Antragstellern zwei Monate nach Benachrichtigung über die Förderentscheidung vorliegen, so dass das Projekt mit den nicht-rückzahlbaren Zuwendungsgeldern spätestens sechs Monate nach dem jeweiligen Stichtag starten kann. Im Falle einer Mischfinanzierung wird das Beteiligungskapital mit einer Verzögerung von ca. 6 Monaten ausgezahlt.

  1. Gibt es spezielle Formulare für Businesspläne?

Nein. Die Fragen zum Businessplan sind in die Antragsformulare des EIC Accelerator Piloten integriert.

  1. Wie weit fortgeschritten sollte das Geschäftsmodell des antragstellenden Unternehmens in der Antragsphase sein?

Für die Antragstellung werden eine Machbarkeitsanalyse und ein ausgereifter Businessplan (inklusive eines Kommerzialisierungsplanes) vorausgesetzt, dessen Ausarbeitung entweder im Rahmen eines Projektes der Phase 1 gefördert wurde oder anderweitig erfolgte.

  1. Was ist mit Operational Capacity gemeint?

Im Implementations-Teil sowie in den Dokumenten 2-4 des Antrags müssen die Antragsteller überzeugend darstellen, dass sie über die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen sowie die Infrastruktur verfügen, das Projekt erfolgreich umzusetzen.

  1. Was benötige ich, um die Operational Capacity darzustellen?

Neben der textlichen Darstellung im Implementations-Teil des Antrags sollten in Dokument 2 Annex 2 und 3 folgende Informationen aufgeführt werden: Kurzer Lebenslauf / Profil der beteiligten Personen, kurze Beschreibung bereits verkaufter Produkte, vorherige relevante Projekte, relevantes technisches Equipment, signifikante Infrastrukturen sowie jede weitere Organisation ("Dritte"), die in irgendeiner Weise - zum Beispiel als Unterauftragnehmer - zum Projekterfolg beitragen wird.

  1. Was ist mit Mentoring gemeint?

Erfolgreiche CEOs - zunächst von KMU aus geförderten Accelerator-Projekten - sollen anderen erfolgreichen Antragstellern als Mentoren mit ihrer Erfahrung zur Seite stehen.

  1. Wie komme ich an einen Mentor?

Über die EIC Community Platform werden Mentoren und Mentees zusammengebracht.

  1. Was ist mit Coaching gemeint?

Darunter versteht man Beratung, die auf die Verbesserung des Managements des KMU abzielt. Im Accelerator können bis zu 12 Tage in Anspruch genommen werden.

  1. Wie komme ich an einen Coach?

Erfolgreiche Antragstellerinnen und Antragsteller erhalten von dem Enterprise European Network (EEN) vor Ort bis zu drei Vorschläge für einen Coach. Der Coach hat sich zuvor in einer Datenbank der Europäischen Kommission registriert.

  1. Ist das Coaching verpflichtend?

Nicht offiziell. Es wird jedoch KMU dringend geraten, das Coaching-Angebot anzunehmen.

  1. An wen richten sich die Business Acceleration Services und welche Unterstützungsmaßnahmen bieten sie an?

Die Business Acceleration Services richten sich an KMU, die an einem laufenden oder kürzlich abgeschlossenen Projekt beteiligt sind bzw. waren. Sie bieten den Firmen Unterstützungsmaßnahmen zur Erleichterung des Markteintritts an. Die Maßnahmen umfassen eine Reihe kostenfreier Angebote in Form von Schulungen, Kontakten zu Investoren, Vernetzung mit anderen durch den EIC geförderten KMU oder größeren Firmen sowie Programme für die Teilnahme an ausländischen Messen.

  1. Woraus besteht eine Mischfinanzierung (Blended Financing)?

Ab dem Stichtag 9. Oktober 2019 besteht neben der Förderung durch eine Zuwendung zusätzlich die Option der Mischfinanzierung. In diesem Fall kann die Zuwendung mit einer Beteiligungskapitalkomponente von bis zu 15 Millionen Euro aufgestockt werden, die für sehr marktnahe Aktivitäten ab dem Technologiereifegrad (TRL9-Nachweis des erfolgreichen Einsatzes) vorgesehen ist. Detaillierte Fragen und Antworten zur Mischfinanzierung finden Sie im FAQ der EU Kommission.

  1. Ist eine Antragstellung ohne Partner möglich?

Ab dem 9. Oktober 2019 kann nur noch eine Einzelförderung beantragt  werden.

  1. Sind Konsortien antragsberechtigt?

Nein.

  1. Können miteinander verbundene Unternehmen im selben Call einen eigenen Antrag einreichen?

Ja, Mutter- und Tochterunternehmen können im selben Call einen eigenen Antrag einreichen, sofern sie die KMU-Kriterien erfüllen.

  1. Können Unterauftragnehmer am EIC Accelerator Piloten beteiligt werden?

Die Beteiligung von anderen Organisationstypen ist als Unterauftragnehmer möglich, sofern sie gut begründet ist, z. B. wenn das antragstellende KMU für rechtliche Aspekte auf externes Know-how angewiesen ist. Unterauftragnehmer können in mehr als einem Konsortium vertreten sein. Hinsichtlich des Anteils am Budget ist für Unteraufträge keine Begrenzung nach oben festgelegt. Unteraufträge müssen plausibel erscheinen, die Kosten angemessen sein und ihre Finanzierung (zu 30 % aus Eigenmitteln des KMU) mit der Bonität und den Kapazitäten des antragstellenden KMU vereinbar sein. Interessenskonflikte sind auszuschließen und die Auswahl der Unterauftragnehmer mit dem besten Preis-Qualitäts-Verhältnis ist sicherzustellen und darzulegen. Im Accelerator sind schlecht begründete Unteraufträge oder nicht plausible Preis-Leistungsverhältnisse ein Ausschluss-Kriterium.

  1. Kann der Unterauftragnehmer bereits im Vorfeld feststehen?

Ja, das ist zulässig, sofern angemessene Kosten veranschlagt sind. Ob die Kosten angemessen sind, liegt im Ermessen der Gutachter. Sofern die Gutachter die Kosten akzeptieren, gelten sie als genehmigt. Falls die Unterauftragnehmer noch nicht feststehen, müssen nach den unternehmensüblichen Grundsätzen Angebote eingeholt werden. Das dafür veranschlagte Budget muss ebenfalls angemessen sein.

  1. Wie erfolgt die Auszahlung für ein Projekt?

Die Summe der Vorfinanzierung und der Zwischenzahlungen beträgt maximal 90 % der Gesamtfördersumme. Die Zwischenzahlungen werden innerhalb von 90 Tagen nach Eingang der Zwischenberichte ausgezahlt. Wie hoch die Vorfinanzierung und Zwischenzahlung ausfällt und wie häufig Zwischenzahlungen vorgenommen werden, hängt von der wirtschaftlichen Situation des KMU ab und ist im "Grant Agreement" (Finanzhilfevereinbarung) geregelt. Im Falle der Mischfinanzierung erfolgt die Auszahlung des Beteiligungskapitals gemäß einem zuvor verhandelten individuellen Finanzierungsplan (s. FAQ der EU Kommission).

  1. Welche Fördersumme kann mindestens / höchstens für den Accelerator beantragt werden?

Für die Förderung können zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro beantragt werden. Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Richtwerte. Sofern dies im Projektkontext plausibel begründet wird, ist eine Unter- oder Überschreitung möglich. Das optional wählbare Beteiligungskapital richtet sich nach den Aktivitäten und finanziellen Bedürfnissen der Unternehmen. Es ist eine Ticketgröße von 0,5 – 5 Millionen Euro anvisiert, in Einzelfällen kann diese auch bis 15 Millionen Euro umfassen (s. FAQ der EU Kommission).

  1. Wie hoch ist die Förderquote?

Die Förderquote der nicht-rückzahlbaren Zuwendung beträgt 70 % der erstattungsfähigen direkten Kosten und der 25 %-Pauschale für indirekte Kosten. Damit erhält man für einen erstattungsfähigen Euro an Ausgaben eine Förderung von bis zu 87,5 Cent.

  1. Welche Kosten sind für Projekte des Accelerators erstattungsfähig?

Analog zu den Beteiligungsregeln von Horizont 2020 sind direkte Kosten erstattungsfähig. Zu den direkten Kosten zählen Personalkosten, Reisekosten sowie Kosten für andere Güter und Verbrauchsmaterialien. Zusätzlich wird auf die direkten Kosten eine Pauschale von 25 % zur Abdeckung indirekter Kosten aufgeschlagen, ohne dass für diese ein weiterer Kostennachweis erforderlich ist. Außerdem werden die Kosten für Unteraufträge (Subcontracting) und andere Kosten (z. B. eingekaufte Ressourcen von Dritten) zu 70 % erstattet, allerdings fallen diese nicht unter die Pauschale.

  1. Ist es möglich, für die 30 % Eigenanteil Beteiligungskapital zu beantragen?

Ja. Den Eigenanteil im Umfang von 30 % der Gesamtkosten muss das antragstellende Unternehmen aus seinem Umsatz oder anderen Finanzquellen, wie z. B. Eigenkapital, privaten Investitionen oder dem Beteiligungskapital über den EIC Fund aufbringen. Eine Doppelförderung mit EU-Zuwendungsgeldern ist ausgeschlossen. Komplementäre nationale oder regionale Fördermittel sind zulässig.

  1. Gibt es thematische Vorgaben?

Der EIC Accelerator Pilot ist komplett themenoffen, sofern die innovativen Lösungen zivilen Zwecken dienen und aus dem nicht-atomaren Bereich kommen.

  1. Sind Marketingkosten förderfähig?

Kosten für die Kommunikation mit potenziellen Investoren oder Kunden sowie für die Verbreitung von Ergebnissen sind nur dann förderfähig, wenn diese Aktivitäten für die Projektdurchführung erforderlich sind. Dies trifft nicht auf Aktivitäten zu, die auf die reine Vermarktung der Produkte abzielen; diese Aktivitäten können jedoch über Beteiligungskapital aus dem EIC Fund finanziert werden. Die EU darf Marketingmaßnahmen aus Gründen der Wettbewerbsverzerrung nicht über Zuwendungen fördern. Im Antrag sollten Sie daher eine alternative Formulierung verwenden und konkret beschreiben, was Sie im Einzelnen zur Vorbereitung der Markteinführung planen. Folgende Formulierungen sind beispielsweise möglich: "fine-tuning of a commercial strategy, in-depth market research and analysis and other specific activities that are of a strategic nature (for instance refinement of a business model) and communication and interaction activities with potential investors or customers, or dissemination of milestone achievements during the project". Hieraus können Sie eine für Sie passende Formulierung auswählen oder eine ähnliche Formulierung verwenden.

  1. Was unterscheidet den EIC Accelerator Piloten von Eurostars?

Im Unterschied zum EIC Accelerator Piloten richtet sich Eurostars primär an forschungstreibende KMU (eigene Definition) und fördert Kooperationsprojekte mit mindestens zwei Partnern aus zwei verschiedenen Ländern. Die Beteiligung von nicht-forschungstreibenden KMU, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Großunternehmen - letztere in Deutschland nur komplett eigenfinanziert - ist möglich. Während der EIC Accelerator Pilot auf Innovation (bis zur Marktumsetzung - Technology Readiness Level (TRL) 9) abzielt, ist Eurostars auf die experimentelle Entwicklung (bis zum Abschluss der Demonstratorentwicklung - TRL 6) ausgerichtet. Das Förderprogramm Eurostars beruht auf einer gemeinsamen Initiative von EUREKA und der Europäischen Kommission; die Förderung erfolgt daher national. Für Antragsteller aus Deutschland kommen, neben den allgemeinen Teilnahmevoraussetzungen von Eurostars, die Förderregularien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum Tragen.

  1. Welche technischen Voraussetzungen müssen zum Projektbeginn im Accelerator erfüllt sein?

Voraussetzung für eine Antragstellung im Accelerator ist, dass zum Zeitpunkt der Antragseinreichung mindestens der technologische Reifegrad (TRL 5) abgeschlossen ist und Aktivitäten zur Erreichung von TRL 6 (Demonstrator) bereits angelaufen sind.

  1. Welche Berichtspflichten bestehen?

Es müssen regelmäßig Zwischenberichte finanzieller und inhaltlicher Art vorgelegt werden. In der Regel betragen die Berichtszeiträume ein Jahr, so dass für kurze Projekte nur ein Abschlussbericht zu Projektende erforderlich sein kann. Bei Start-ups mit geringerer Liquidität können die Berichtszeiträume verkürzt werden. Im Falle einer Mischfinanzierung gelten für die Zuwendungs- und Beteiligungsfinanzierung separate Regelungen. Die Art und Frequenz der Berichterstattung für das Beteiligungskapital wird individuell zwischen dem KMU und dem EIC Fund und anderen VCs verhandelt (s. FAQ der EU Kommission Q: 144, 147).

  1. Gibt es für den EIC Accelerator Piloten spezielle Vertragsmuster?

Für den Zuwendungsanteil im Accelerator gibt es eine eigene Finanzhilfevereinbarung. Der Vertrag mit dem EIC Fund und/oder anderen VCs wird individuell mit den Unternehmen verhandelt.