Erfolgsgeschichte: form.bar

Foto von Nikolas Feth und Alessandro Quaranta, den Gründern der Okinlab GmbH

Erfolgsgeschichte der Okinlab GmbH: Designmöbel-Plattform form.bar by okinlab

Projektinformationen
   
Akronym: form.bar
Titel: Designmöbel-Plattform form.bar
Unternehmen: Okinlab GmbH
Projektleiter: Nikolas Feth, Alessandro Quaranta
Förderinstrument: KMU-Instrument Phase 2
Laufzeit: 24 Monate
Budget: 2.702.500 Euro

Unser Unternehmen

Die Okinlab GmbH wurde Ende 2013 von dem Architekten Nikolas Feth und dem Betriebswirt Alessandro Quaranta gegründet und hat heute knapp 20 Mitarbeiter sowie ein Netzwerk von mehr als 80 Partner-Schreinereien. Mit der Design-Plattform form.bar hat Okinlab 2015 die Digitalisierung der Möbelindustrie eingeleitet. Form.bar ist eine spielerisch zu bedienende 3D-Webanwendung für Möbel nach Maß. Dank eines Algorithmus, der sich an der Natur orientiert, kann sich jeder online sein Lieblingsmöbel entwerfen. Das einzigartige Verfahren vernetzt individuelle Produktwünsche automatisiert mit regionalen Schreinerbetrieben in Kundennähe, wo die Unikate kosteneffizient und materialschonend mittels CNC-Fräsen aus hochwertigen Hölzern hergestellt werden.

Okinlab wurde unter anderem mit dem Mittelstandspreis "Hidden Champion" ausgezeichnet, zur "IKT-Gründung des Jahres" gewählt und gehörte zur Top 3 des Deutschen Gründerpreises. Den jungen Gründern ist es außerdem gelungen, namhafte Investoren von ihrer Idee zu überzeugen. So hält Professor August-Wilhelm Scheer, Geschäftsführer der Scheer Holding und über Jahre Präsident des Branchenverbandes Bitkom, eine Minderheitsbeteiligung an dem Start-up.

Unsere Innovation

Form.bar kann wie kein zweiter Anbieter auf die sehr persönlichen Wünsche der Kunden eingehen und praktisch unbegrenzt die Bedürfnisse des modernen Lebens berücksichtigen. Frei formbare Möbel, mathematisch optimiert und somit harmonisch und effizient hinsichtlich Funktion und Form, passen sich ideal an die jeweilige Wohnsituation des Kunden an. Die dezentrale Fertigung führt nicht nur zu kurzen Transportwegen, die die Umwelt weniger belasten, sondern auch zu Kostenvorteilen. Form.bar ermöglicht so ästhetische, funktionale und ökologische Produkte zu fairen Preisen und stärkt das Handwerk vor Ort. Die Kombination aus regionaler Wertschöpfung und einer hohen Wertschätzung für ein sehr individuelles Produkt machen form.bar zum Vorbild für andere Branchen.

Ein Regal von Okinlab in einem gemütlichen Wohnzimmer

Bereits heute kann form.bar mittels eines ausgeklügelten Systems per Knopfdruck Kundenwünsche mit einem von über 80 Partnern in Deutschland und weiteren Ländern Europas vernetzen. Eine Software übermittelt im Anschluss an die intuitive Konfiguration im Web das automatisch erstellte Zuschnittmuster an den produzierenden Betrieb. Dieser fertigt die Einzelteile der Möbel und liefert sie in der Regel ohne Verpackung über kurze Wege an den Kunden. Der Aufbau der Möbel erfolgt über einfache Steckverbindungen, weshalb auf in ihrer Herstellung energieintensive Stahlteile wie Schrauben verzichtet werden kann.

Die Innovationskraft eines interdisziplinären Teams aus Architekten, Informatikern und Designern hat in den vergangenen Jahren den Weg dazu geebnet, dass individuelle Möbel nicht länger in herkömmlicher Auftragsarbeit kostenintensiv angefertigt werden müssen, sondern für deutlich mehr Menschen bezahlbar sind. Daneben realisiert Okinlab Großprojekte für Kindergärten, Einkaufsmärkte oder Bibliotheken.

Unsere Motivation für das KMU-Instrument

Das KMU-Instrument passt wie wohl kein anderes Förderprogramm ideal zu unserer derzeitigen Unternehmensentwicklung und unseren ambitionierten Zielen. In den kommenden fünf Jahren wollen wir zur führenden Plattform für Möbeldesign und -fertigung in Europa werden, die online designte und regional gefertigte Möbel nach Maß zu einem fairen Preis anbietet. Die Förderung hilft uns dabei, die Internationalisierung deutlich voranzutreiben und dadurch den Möbelmarkt nicht ausschließlich großen Konzernen zu überlassen, sondern regionale Schreiner wieder konkurrenzfähig zu machen. So rücken wir insgesamt noch näher an unsere Kunden heran, können Transportwege verkürzen und die Umwelt besser schonen. Die Förderung beweist, dass die EU es ernst meint mit einer nachhaltigen und fairen Wirtschaft, weil sie Unternehmen unterstützt, die ein Gegengewicht bilden wollen zu den meist fragwürdigen Geschäftspraktiken von marktbeherrschenden Großkonzernen. Besonders wertvoll auf dem Weg zur EU-Förderung war für uns die kompetente Unterstützung durch die Nationale Kontaktstelle, insbesondere durch das Pitch-Training, das uns gut vorbereitet hat auf den entscheidenden Auftritt in Brüssel und bei dem wir andere spannende Teilnehmer mit vielen interessanten Ideen kennenlernen durften.

 

Autor: Thomas Schäfer, Okinlab GmbH, Ursulinenstraße 35, 66111 Saarbrücken, E-Mail: presse@form.bar, Internet: www.form.bar