EIC: Pathfinder Pilot

Eine Leiter ragt in einen blauen, sonnigen Himmel

Der EIC Pathfinder richtet sich an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie an High-Tech-Unternehmen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind aufgerufen, sich an den Projekten zu beteiligen. Mit dem EIC Pathfinder sollen radikal neue Technologiekonzepte langfristig umgesetzt werden. Dazu werden exzellenzorientierte, visionäre und risikobehaftete Projekte in einem frühen Entwicklungsstatus gefördert - mit dem Ziel, neue Wissenschafts- und Technologiefelder zu eröffnen.

Die Zielgruppe sind junge Forscherinnen und Forscher sowie intensiv forschende Unternehmen. Die einzelnen Instrumente des EIC Pathfinders stammen aus dem Programmbereich künftige und neu entstehende Technologien (Future and Emerging Technologies FET) aus der ersten Säule von Horizont 2020, in der die Grundlagenforschung verortet ist. 2018 wurde dann mit der Gründung des EIC Piloten zunächst FET Open in den EIC Piloten gespiegelt. In 2019 kamen noch Teile von FET Proactive hinzu.

FET Open RIA - Research and Innovation Action

Anträge zu FET Open müssen im Verbund von mindestens drei voneinander unabhängigen Partnern aus EU-Mitgliedstaaten oder zum Rahmenprogramm assoziierten Staaten eingereicht werden. KMU können hier zum Beispiel zusammen mit Universitäten oder Forschungseinrichtungen ein Konsortium bilden. Eine Einzelförderung von KMU ist nicht möglich.

Pro Projekt steht ein Budget von bis zu drei Millionen Euro zur Verfügung. Das Antragsverfahren ist einstufig, spätestens fünf Monate nach dem Stichtag werden die Antragsteller über das Ergebnis der Evaluierung informiert. Das Projekt beginnt dann nach weiteren drei Monaten Vertragsvorbereitungen. Für FET Open gelten besondere Evaluierungskriterien, die das Kriterium "Exzellenz" stärker gewichten.

FET Innovation Launchpad (CSA)

Mit den FET Innovation Launchpads soll noch laufenden oder erst kürzlich beendeten FET-Projekten der Weg aus den Labors in die Wirtschaft oder Gesellschaft geebnet werden. Gefördert werden Maßnahmen, die geeignet sind, Forschungsergebnisse zur Marktreife zu führen. Dies können beispielsweise Marktbeobachtungen oder -studien, die Anbahnung von Industriekontakten und die Sicherung von Patenten sein. Für diese Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (Coordination and Support Action, CSA) können bis zu 100.000 Euro beantragt werden.

Das FET Innovation Launchpad können Einzelantragstellende oder Konsortien beantragen. Für deren Zusammensetzung gibt es keine Vorgaben.

FET Proactive – Research and Innovation Action

FET Proactive fördert revolutionäre, multidisziplinäre, technologische Forschung als Antwort auf kommende soziale und industrielle Herausforderungen. Im Gegensatz zu FET Open sind die Themen bei FET Proactive vorgegeben. Ziel ist hier die Reifung neuer technologischer Themengebiete sowie Anbahnung und Aufbau der hierfür erforderlichen Forschungslandschaften. Damit sollen neue, aufstrebende Themenfelder in die Strukturierung und den Aufbau relevanter Forschungsgemeinschaften sowie in die Entwicklung industrieller Forschungsagenden einfließen.

Pro Projekt steht ein Budget von bis zu vier Millionen Euro zur Verfügung. Das Antragsverfahren ist einstufig, spätestens fünf Monate nach dem Stichtag werden die Antragsteller über das Ergebnis der Evaluierung informiert.

In 2019 ist neben den Themen-fokussierten Topics mit den "EIC Transition to Innovation Activities" ein Topic ausgeschrieben, mit dem eine Brücke zwischen der Grundlagenforschung in FET hin zur anwendungsorientierten Innovationsförderung geschlagen werden soll. Ergebnisse aus FET Open- und FET Proactive-Projekten sollen hier auf ein TRL-Niveau angehoben werden, das eine Geschäftsgründung oder eine marktnahe Weiterentwicklung möglich machen können. Pro Projekt stehen dafür ein bis zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Neben den themenoffenen FET-Open-Maßnahmen und den themengebundenen Forschungsclustern (FET Proactive) gibt es in FET als dritten Bereich die themengebundenen, langfristigen Großforschungsvorhaben (FET Flaghips).

Business Acceleration Services

Die Business Acceleration Services richten sich an KMU, die an einem laufenden oder kürzlich abgeschlossenen FET-Open- oder EIC-Pathfinder-Projekt beteiligt sind bzw. waren. Sie bieten Unterstützungsmaßnahmen, um den Markteintritt zu erleichtern. Die Maßnahmen umfassen eine Reihe zusätzlicher Angebote in Form von Schulungen, Kontakten zu Investoren, Vernetzung mit anderen EIC-KMU oder größeren Firmen sowie Programme für die Teilnahme an ausländischen Messen.

Informationen zum EIC Pathfinder sowie zur Antragstellung bietet die Nationale Kontaktstelle FET.