Phase 2 - Vom Konzept zur Marktreife

Zu einem Gebilde aufgeschichtete Bauklötzchen

In Phase 2 wird die Durchführung eines ein- bis zweijährigen Innovationsprojekts gefördert. Am Ende von Phase 2 soll als Projektergebnis ein marktreifes Produkt, Verfahren oder eine Dienstleistung stehen.

Das KMU-Instrument fördert in Phase 2 Innovationsprojekte, die für die antragstellenden Unternehmen mit einem großen Potenzial zur Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit verbunden sind. Dieses Potenzial muss im Projektantrag durch einen strategischen Businessplan und einen ersten Kommerzialisierungsplan belegt werden.

Im Rahmen des Projekts werden Innovationsaktivitäten gefördert, wie beispielsweise Demonstrationsmaßnahmen, die Durchführung von Tests, Prototyping, Pilotierung, Skalierung und Miniaturisierung, Design sowie weitere Maßnahmen, die die Entwicklung von der Idee bis zur Markteinführung vorbereiten.

Phase 2 baut auf der Phase 1 des KMU-Instruments auf. Sofern ein gleichwertiger Businessplan vorliegt, der auf einer Machbarkeitsstudie basiert, ist auch eine direkte Bewerbung für Phase 2 möglich. Gefördert wird die Weiterentwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen ab dem Technologiereifegrad (TRL 6) (Demonstration unter Einsatzbedingungen).  Ziel von Phase 2 ist die Umsetzung des Innovationsprojekts sowie ein weiter ausgearbeiteter Businessplan mit einer detaillierten Kommerzialisierungsstrategie (inklusive Finanzplan) für die neu entwickelte  Idee (Produkt, Verfahren, Dienstleistung).

Die Förderquote beträgt 70 % aller projektbezogenen förderfähigen Kosten, die im Rahmen des Innovationsprojekts generiert werden. Der Richtwert für die Förderung pro Maßnahme liegt zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt nach den gängigen Zahlungsmodalitäten von Horizont 2020. Die Laufzeit der Projekte kann zwischen 12 und 24 Monaten betragen.

Der Kern des Antrags umfasst 30 Seiten und beinhaltet einen überarbeiteten Businessplan, der die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie von Phase 1 aufgreift. Der Antrag folgt einer vorgegebenen Vorlage. Er kann ausschließlich über den jeweiligen Aufruf (Call) im Teilnehmerportal eingereicht werden. Nach der Einreichung (Submission) können Anträge bis zum jeweiligen Stichtag beliebig oft überarbeitet werden. Die Begutachtung eines eingereichten Antrags findet erst nach dem jeweiligen Stichtag statt. Wiedereinreichungen abgelehnter Anträge zu einem nächsten Stichtag sind möglich.

Die Zeit zwischen Stichtag und Projektstart ("time to grant") beträgt etwa sechs Monate. Begleitet wird Phase 2 durch Coaching- und Unterstützungsmaßnahmen von bis zu zwölf Tagen.

Die Grafik bildet in einem Zeitstrahl die Phasen vom Stichtag zum Projektstart in Phase 2 im Jahr 2018 ab. Nach den Stichtagen am zehnten Januar, vierzehnten März, dreiundzwanzigstem Mai und zehnten Oktober vergehen etwa vier Wochen bis die Begutachtung abgeschlossen ist und die Einladung zum Interview erfolgt. Das Interview findet ungefähr eine Woche später statt. Nach einer weiteren Woche sind die Projekte ausgewählt und zirka vier bis fünf Wochen danach erfolgt der Start des Projekts.

KMU können nach Anschluss der Phase 2 von Unterstützungsaktivitäten im Rahmen von Phase 3 profitieren, welche sie für die Kommerzialisierung vorbereiten.